Wie Du der Facebook Falle entkommst – ein 7-Punkteplan für mehr Lebenskunst!

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„Unsere Zeit wird uns teils geraubt, teils abgeluchst, und was übrigbleibt, verliert sich unbemerkt.“, sagte schon einst Seneca. Und das zu einer Zeit, als es noch kein Facebook gab. Doch nicht nur der unbemerkte Zeitverlust macht den Umgang mit Facebook schwierig. Sehr schnell verliert man seine Kontrolle nicht nur über Zeit sondern auch Raum und Gefühle. Worin liegt also die Schwierigkeit und was können wir dagegen tun?

Ein soziales Netzwerk und die vier Fallen

Nachdem ich mein eigenes Nutzerverhalten in Frage gestellt habe, bin ich bei mir auf vier Problemfelder gestoßen, die ich mal kurz erläutern möchte:

Neidfalle: Ich sitze Zuhause und stalke ein wenig durch Facebook. Und gar nicht so selten passiert es, dass ich Menschen, groß teils Freunde, oder zumindest Facebook-Freunde, Ihrer schönen Fotos beneide. Lustige Partys, schöne Urlaube oder witzige Videos. Während sich meine Zeit ganz unbemerkt verliert. Aber es ist nicht nur der Schale Nachgeschmack des Zeitverlustes – in mir drinnen spüre ich ein Gefühl von Neid. Puh jetzt ist es raus. Dieses unnötige und destruktive Gefühl wohnt in mir und Facebook holt es hervor.

Zeitfalle: Wie oben schon erwähnt, verrinnt die Zeit im nu. Aus Minuten werden schnell Stunden. Und danach die Frage: Was habe ich die letzten 3 Stunden eigentlich gemacht? Mir raucht mein Kopf und es schmerzen meine Augen. Von der ganzen Zeit bleibt mir nur ein schaler Nachgeschmack des Zeitverlusts.

Informationsfalle: Zu Zeiten der alten Griechen war die Informationsflut angenehm überschaubar. Die alten Herren bekamen in einem Monat etwas so viel Information serviert, wie ich heute in einer Stunde facebooken aufnehme. Ich fühle mich überfordert – von den vielen Meldungen und von den zu vielen Freunden. Von den Zitaten (die mag ich ja noch) oder den lustigen Videos. Doch der Tiefpunkt, das was mich wirklich nervt, sind die destruktiven Verschwörungstheorien, Vermisstenanzeigen und sonstigen Negativmeldungen. Sie ziehen mich runter. Ich kann die Informationsflut nicht verarbeiten, noch viel weniger kann ich ihre Richtigkeit beurteilen. Und selbst wenn sie stimmen, kann ich wenig bis nichts dagegen unternehmen.

Datenfalle: In welchem Moloch verschwinden meine Daten? Ich weiß es nicht. Und das ist kein gutes Gefühl.

Gegenstrategie – ein Versuch

Die Probleme sind klar. Ich nutze Facebook zu lange, zu viel und völlig unorganisiert. Denn eigentlich hat Facebook auch sehr viele positive Eigenschaften. Ich kann mit Freunden auf sehr einfache und bequeme Weise kommunizieren. Und ich finde Unterhaltung, gleichgesinnte in Gruppen und vieles mehr. Dennoch muss ich meine Nutzung besser in den Griff bekommen. Deshalb habe ich mir einen Plan zurechtgelegt, den ich Dir nun präsentieren möchte!

7 Punkte Facebook-Plan für Lebenskünstler:

  1. Freunde: „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen“. Ich habe über 100 „Facebook Freunde“, dabei bin ich eh schon ein kleiner Fisch unter den Facebook Freunde Sammlern. Aber seien wir uns einmal ehrlich wer hat wirklich 100 Freunde? Stimmt genau-niemand. Deshalb habe ich meine Freunde kategorisiert. Nur eine kleine Gruppe interessiert mich wirklich. Ich sehe mir nur die Feeds in dieser kleinen Gruppe an.
  2. Neid: Da ich mir nur mehr die Feeds meiner wirklichen Freunde ansehe, hat sich das Thema Neid so gut wie erledigt. Ansonsten müsste ich wahrscheinlich die Freundschaft hinterfragen. Abgesehen davon, bin ich mittlerweile Lebenskünstler genug um mich auf die schönen Dinge meines eigenen Lebens konzentrieren zu können.
  3. Gruppen und Gefällt-mir‘s: Hier hieß es: Unwichtiges Löschen! Nur die wirklich interessanten Gruppen und Seiten sind mir erhalten geblieben. Der Rest wurde erbarmungslos gelöscht. Die Umorganisation habe ich mir erspart.
  4. Zeitbegrenzung: Ich habe mir persönlich eine Zeitschranke gesetzt. Wie Du weißt, bin ich auch mit Lebenskünstler aktiv auf Facebook unterwegs. Sehr schnell vergesse ich auch dort meine Zeit. Deshalb habe ich mir eine Eieruhr neben den Laptop gestellt. Es gäbe dazu natürlich irgendwelche Fancy Apps um sich selbst zu kontrollieren. Die Eieruhr ist mir aber irgendwie sympathischer.
  5. Smartphone Stopp: Da ich kein Smartphone mehr besitze, erspare ich mir das Löschen der Facebook App auf dem Smartphone. Ist aber sicher ein guter Tipp um die „ich check nur schnell den letzten Status Sucht“ einzudämmen.
  6. Informationen: Jeder Mensch hat einen gewissen Drang, bestimmte Informationen zu verbreiten. Jeder hat seine Posting Routine. Ich persönlich abonniere nur mehr, was mir gefällt! Der Rest wird auf „Nicht mehr abonnieren“ gestellt.
  7. Datenstopp: Ich kann zwar meine Daten gegenüber der breiten Öffentlichkeit schützen, dennoch bleibt der Moloch Facebook. Tja, dafür habe ich leider auch keine Lösung. Die einzige, die mir einfällt, wäre Abstinenz und die gefällt mir nicht.

Und Du, wie gehst Du mit Deiner Zeit und Facebook um?

Liebe Grüße

Karl

 

 

 

 

Karl

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6 Comments Wie Du der Facebook Falle entkommst – ein 7-Punkteplan für mehr Lebenskunst!

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  5. Petra Schütze

    Mir geht es ganz ähnlich, ich bekomme absolut supergute Infos, aber einfach mehr. als ich aufnehmen kann, und ich lebe v.a. auch in der nicht-virtuellen Welt, deshalb ist meine FB-Zeit begrenzt, und meist schaffe ich es nicht zu schreiben, besonders, wenn draussen schönes Wetter ist, ich freue mich jedoch über diese Möglichkeit der Verbindung. Ich sehe mich auch als Lebenskünstler! Einfach glücklich sein, darum geht es, alles andere ist Mittel zum Zweck!

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