Mit Selbstakzeptanz zu einem gelungenen Leben!

SelbstakzeptanzEs folgt ein Gastbeitrag von Dario Reis. Was ist Selbstakzeptanz? Selbstakzeptanz bedeutet, dass du dich selbst akzeptierst und dir deinen positiven und negativen Seiten bewusst bist. Das bedeutet nicht, dass du alles an dir mögen musst. Es bedeutet nur, dass du dich nicht darüber aufregst oder fertig machst, was du an dir nicht magst.

Vorwürfe und ihre Folgen

Du kennst sicherlich Situationen, in denen du etwas falsch gemacht hast. Du regst dich darüber auf und kannst nicht aufhören, darüber nachzudenken. Vielleicht sagst du dir innerlich sogar: „Wie kann man nur so doof sein?!“ oder „Ich bin so faul, ich bekomme einfach meinen A**** nicht hoch!“ so oder so ähnlich können sich Selbstvorwürfe anhören.

Vorwürfe bringen uns nicht weiter. Außer, dass wir uns dabei schlecht fühlen, erreichen wir nichts damit. Was erschwerend hinzu kommt ist, dass wir uns dadurch in einen Zustand versetzen, indem wir noch weniger auf die Reihe kriegen. Das ist der perfekte Weg in eine Abwärtsspirale.

Dabei wollen wir doch eigentlich das Gegenteil. Wir wollen Erfolg haben und stolz auf uns sein. Das erreichen wir, wenn wir in einem Zustand sind, in dem wir positiv eingestellt sind. In einem positiven Zustand haben wir mehr Energie, sind selbstbewusster und treten Herausforderungen anders gegenüber. Außerdem haben wir die Kraft,  um mit Rückschlägen anders umzugehen. Genau dafür brauchen wir die Selbstakzeptanz. Sie hilft uns dabei, so oft wie möglich in einem positiven Zustand zu sein.

Die unterschiedlichen Kräfte

Jeder Mensch hat Bereiche in seinem Leben, die für ihn mehr oder weniger wichtig sind. Ein paar Bereiche können sein: Gesundheit, Beziehung, Arbeit, Erfolg, Hobbys, Ansehen usw. jeder dieser Bereiche wird dabei von mindestens zwei unterschiedlichen Kräften beeinflusst. Wie in der Physik gibt es eine Kraft und eine Gegenkraft.

Stell dir folgende Situation vor: Du hast gerade eine Beziehung beendet. Auf der einen Seite willst du wieder zurück in die Beziehung, weil du dich sicher gefühlt hast oder weil es doch ganz schön war. Auf der anderen Seite willst du die Beziehung hinter dir lassen und dich weiter entwickeln. Diese zwei Kräfte, kämpfen regelmäßig darum, wie du dich fühlst und was du tust.

Ein anderes Beispiel ist der Kampf zwischen Sport machen und lieber auf der Couch liegen oder im Internet surfen. Ich denke jeder von uns kennt diese Situation. Auf der einen Seite wollen wir gesund sein, fit sein und einen Sixpack oder eine tolle Figur haben. Auf der anderen Seite wollen wir uns einfach nur entspannen, nichts tun und uns etwas gönnen. Wieder ein Lebensbereich mit zwei unterschiedlichen Interessen.

Sich dessen bewusst zu sein, ist schon ein enormer Vorteil. Wir versuchen oft, die in unseren Augen negative Kraft zu unterdrücken. Dabei kannst du diese Kraft für dich nutzen. Denn sie soll dir etwas sagen.

Hierzu ein Beispiel: Du hast 5 Tage die Woche viel gearbeitet. Am 6. Tag willst du aufräumen oder andere Dinge machen, die in letzter Zeit zu kurz gekommen sind aber irgendwie kannst du dich nicht dazu aufraffen. Du weißt nicht warum du so lustlos bist und ärgerst dich über dich selbst.

Sieh es mal so: Dein Körper will dir nur sagen, dass er sich mal ausruhen muss und du ihn lassen sollst. Wenn du dich deswegen fertig machst, dauert es nur noch länger, bis du wieder auf deinem gewohnten Leistungsniveau bist.

Das was du daraus lernen könntest kann z.B. sein, dass du deine Energie anders managen musst. Das kannst du machen, indem du dich beispielsweise gesünder ernährst oder häufiger trainierst.

Mit einer Gewohnheit zu mehr Selbstakzeptanz

Sich Vorwürfe zu machen ist eine Gewohnheit. Gewohnheiten legt man leider nicht mit einem Fingerschnippen ab. So etwas braucht Zeit. Aber es gibt eine Methode, die dir dabei helfen kann.

Ich finde sie sehr nützlich, denn damit kann ich mein Handeln reflektieren und den Grund für den Fehler herausfinden.

Wenn ich merke, dass ich mich wegen etwas ärger oder mich fertig machen, dann frage ich mich:

„Ist das wirklich mein Fehler gewesen oder wusste bzw. konnte ich es einfach nicht besser?“

„Ist die Situation schiefgegangen wegen mir oder hatte ich keinen Einfluss darauf?“

und „Welches Verhalten hat den Fehler ausgelöst“

Durch diese Fragen fängt man an den Fehler, den man gemacht hat zu hinterfragen.

Wenn der Fehler durch ein externes Ereignis entstanden ist, beispielsweise durch das Fehlverhalten von jemand anderem, hat sich die Sache sowieso erledigt, denn man kann nichts daran ändern. Wenn der Fehler an einem selber liegt, kann man etwas ändern. Die Frage bewirkt, dass man überlegt, wie man es das nächste Mal besser machen kann. Das ist sozusagen konstruktive Kritik an einem selber.

Gewöhne dir diese Fragestellung an, sobald etwas schief gelaufen ist. So wirst du aktiv. Du akzeptierst die Situation so, wie sie ist, analysierst sie und handelst sofort.

Es ist wichtig, dass du sofort weiter machst. Denn so gibst du dir und deinem Gehirn keine Zeit, dir Vorwürfe zu machen. Es wird etwas dauern, bis du dich daran gewöhnt hast aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es wird dir helfen.

Authentizität der positive Nebeneffekt

Ein Ergebnis von Selbstakzeptanz ist, dass man authentischer wird. Denn wenn du dich selbst akzeptierst, nimmst du dir die Freiheit, dich in die Richtung zu entwickeln, die für dich richtig ist.

Der für mich wichtigste Vorteil an Authentizität ist, dass ich dadurch entspannter bin. Denn wenn du authentisch bist verstellst du dich nicht aufgrund der Erwartungshaltung von anderen. Du machst das, was du von dir erwartest.

Wenn du das machst, was du von dir erwartest, lebst du nach deinen Werten. Auf Dauer wird dich das glücklicher  machen und auch erfolgreicher. Egal in welchem Bereich von deinem Leben.

Eine Warnung

Selbstakzeptanz bedeutet keines Falls, dass du dich faul auf die Haut legen sollst und sagst: „Ich bin halt so.“ Im Gegenteil, Selbstakzeptanz soll dir helfen, dass es ok ist so wie du gerade bist, du dir deinen Fehlern bewusst bist UND an ihnen arbeitest.

Selbstakzeptanz soll dir wie am Anfang des Artikels erwähnt dabei helfen, dass du dich nicht wegen deiner Fehler fertig machst, sondern dass du dich in einen Zustand bringst, indem du dich gut fühlst. Denn nur, wenn du dich gut fühlst, kannst du Änderungen vornehmen, die von Dauer sind und dir gut tun.

Zusammenfassung

  • Vorwürfe versetzen dich in einen Zustand, indem du wenig Energie hast. Somit hast du auch nicht die Kraft, etwas zu ändern.
  • Für jeden Bereich im Leben gibt es mindestens zwei Kräfte, die dich lenken und in unterschiedliche Richtung ziehen wollen.
  • Akzeptiere sie und überlege, was sie dir sagen wollen.
  • Mach es dir zu Gewohnheit, deinen Fehler, dein schlechtes Verhalten was auch immer zu hinterfragen.
  • Authentisch sein ist ein Ergebnis von Selbstakzeptanz
  • Selbstakzeptanz bedeutet nicht, dass du nicht mehr an dir arbeiten musst. Im Gegenteil, es bedeutet, dass du dir deiner Fehler bewusst bist und sie angehst.

Ich hoffe, mein Artikel hat dir geholfen. Lass mich wissen, wie du zu dem Thema Selbstakzeptanz stehst und was du für Techniken hast. Es ist immer spannend, andere Meinungen zu hören.

Liebe Grüße

Dario

Anzeigebild2Ich bin Dario, studiere in Innsbruck und bin ein Querdenker. Vor vier Jahren bin ich 11 Monate lang durch Kanada gereist, um meinen Hobbys Skifahren, Mountainbiken und Surfen nach zu gehen. In der Zeit habe ich gelernt, was wirklich wichtig ist für ein glückliches Leben. Seit dem beschäftige ich mich mit Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation und Zielsetzung. Deswegen habe ich www.darioreis.com gegründet, um anderen Leuten zu helfen, ein erfülltes Leben zu führen.

Bücher von mir

Besser gut lebenwerde_lebensknstler

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.