10 Bücher, die Dein Leben verändern (können)!

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Eine Lebenskünstlerin oder ein Lebenskünstler zu sein bedeutet, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das Leben zu gestalten, zu formen und neue Wege zu beschreiten. Wozu? Um seinen persönlichen Weg zu gehen, der zu einem schönen und guten Leben führt. Der wichtigste Faktor dabei ist auf sich selbst zu hören, seiner inneren Stimme zu folgen. Nur so kann ein selbstbestimmtes Leben im Sinne der Lebenskunst gelingen. Auch ich bin meiner inneren Stimme gefolgt und meinen Weg gegangen. Allerdings muss ich zugeben, habe ich mich gerne von außen inspirieren lassen. Genauer gesagt, las und lese ich gerne Bücher, um dann daraus das Beste für mich zu ziehen. Heute möchte ich Dir die 10 prägendsten Bücher präsentieren, die mich am meisten auf meinem Weg der Lebenskunst inspirierten.

Vorsicht Selbsthilfebücher!

Bevor es losgeht möchte ich noch eine kleine Warnung losschicken. In meiner kleinen Sammlung befindet sich auch das eine oder andere Selbsthilfebuch. Ich weiß, ich weiß, diese haben nicht den besten Ruf. Die Frage dabei ist nur, was macht man draus. Ich habe mir die Essenzen herausgenommen und mir meine eigenen Variante daraus gebastelt. So manchen dogmatischen Ratschlag kann man ruhig überblättern und gelassen sein lassen.

So jetzt geht´s aber los, hier meine Top 10 Bücher, die mich bei der Gestaltung meines Lebens inspiriert haben.

Die Kunst, frei zu sein: Handbuch für ein schönes Leben | Tom Hodgkinson*

Was bedeutet Freiheit und wie kann man sie erreichen? Gerne wird in unserer Zeit Freiheit mit viel Geld verdienen assoziiert. Dass dies nicht so sein muss, beweist der Autor Tom Hodgkinson auf sehr unterhaltsame Weise in seinem Buch. Mit einem weitschweifenden Blick in die Vergangenheit erzählt er seine persönliche Geschichte in die Unabhängigkeit. Dabei zeigt er auch viele Ideen und Möglichkeiten für ein Leben in Freiheit auf. Dass Freiheit für jeden etwas anderes bedeutet und jeder seinen eigenen Weg geht, das weiß auch der Autor. Er hat für sich entschieden, sein Leben zu minimalisieren, mit einem günstigen Häuschen auf dem Land, um so weniger arbeiten zu müssen und mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens zu haben. Mit seinem Buch ermöglicht er den Blick auf einen alternativen Lebensweg, um so der Hamsterrad Kapitalismusfalle zu entkommen.

Siddhartha. Eine indische Dichtung | Herman Hesse*

Dieses Buch ist die tiefsinnige und berührende Geschichte eines jungen Mannes, der sich auf den Weg macht. Wohin und Wozu? Um sich aus der familiären und gesellschaftlichen Fremdbestimmung zu befreien und sich auf die Suche nach innerer Erkenntnis zu begeben. Gelesen habe ich dieses Buch vor knapp vier Jahren, als mein Leben wieder mal vor einem Umbruch stand. Mein Sohn Matteo sollte bald geboren werden. Als ich dieses Buch las, wurde ich ziemlich nachdenklich. Über meine Zukunft und die bevorstehende Veränderung, die ich freudigst erwartete. Auch ich war damals auf der Suche nach innerer Erkenntnis. Doch ich konnte meine innere Stimme nicht hören. Erst zwei Jahre später wurde mir klar, dass auch ich mich auf den Weg machen sollte, um ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu führen. Dieses Buch hat sich damals in mein Unterbewusstsein geschlichen, um mich dann zum richtigen Zeitpunkt für eine Veränderung zu motivieren. Auch wenn mein Bewusstsein dies damals so nicht wahrnahm. Auch bei meiner Wandlung vom Karrieretyp hin zur Einfachheit war dieses Buch eine sehr schöne Inspirationsquelle.

Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben | Timothy Ferriss*

Es gibt, glaube ich, nur wenige Online-Entrepreneure, die dieses Buch nicht gelesen haben. Es hat sich millionenfach verkauft und viele Menschen dazu inspiriert, sich selbstständig zu machen. Aber nicht nur zukünftige Online-Unternehmer finden darin gute Ansätze. In diesem Buch finden sich viele Denkanstöße, um seine Zeit effektiver zu nutzen. Obwohl sich eine 4 Stunden Woche, wie man vermuten kann,  nur schwer verwirklichen lässt. Dennoch konnte ich meine damalige Arbeitszeit im Büro von 60 Stunden um fast die Hälfte reduzieren. Dann hatte ich wieder mehr Zeit für das schöne Leben.  Die Freizeitphantasien des Autors sind zwar etwas abgehoben, lesen sich aber sehr amüsant. Meine 3 wichtigsten Denkanstöße habe ich bis heute umgesetzt. Ok hin und wieder kommt auch bei mir der Schlendrian rein, aber meistens funktioniert es. Ich lese E-Mails nur zweimal am Tag, ich blocke meine Arbeitszeit und fasse zeitaufwendige Arbeiten zusammen, um sie schneller abwickeln zu können und ich habe mich auf Informationsdiät gesetzt. All dies hat mir geholfen meine Zeit optimal zu nutzen und genügend Zeit für das Schöne zu haben.

Flow: Das Geheimnis des Glücks | Mihaly Csikszentmihalyi*

Du fragst dich: Was ist der Flow? Flow ist ein Zustand, bei dem du im Tun aufgehst, eine Aktivität, die du mit Leidenschaft verfolgst, so dass du Zeit und Raum vergisst – jenseits von Angst und Langeweile. Der Glücksforscher hat das Flow Erlebnis wissenschaftlich erforscht und ist, kurz zusammengefasst, zu folgender Erkenntnis gekommen:  Es benötigt dafür folgende Merkmale: eine Aufgabe, der ich gewachsen bin; eine Verengung der Aufmerksamkeit – irrelevante Wahrnehmungen werden ausfiltriert; ein Verlust an Bewusstsein seiner selbst – z.B. Tennis – volle Konzentration auf den Ball; Reaktionsbereitschaft auf klare Ziele und Rückmeldungen und ein Gefühl der Kontrolle über die Umwelt. Wenn eine oder mehrere Faktoren fehlen, ist Flow nicht mehr oder nur schwierig möglich. Diese Erkenntnis hat mir geholfen diesen Prozess bewusst zu steuern und zu fördern. Dies hat dazu geführt, dass mich selbst bei unliebsamen Tätigkeiten in den Flow versetzen und somit mehr Glücksmomente in den Alltag holen kann.

Philosophie der Lebenskunst: Eine Grundlegung | Wilhelm Schmid*

Jeder, der sich für Philosophie interessiert, muss dieses Buch lesen. Oh verzeih bitte dieses dogmatische Wort muss. Doch dieses Buch hat mich begeistert. Wilhelm Schmid beleuchtet in diesem Werk alle Themen der Lebenskunst von der Selbstfreundschaft, zur Gelassenheit bis hin zum Sinn des Lebens. Dieses umfangreiche Buch bedient sich dabei vergangener Theorien von Aristoteles, Epiktet oder Epikur. Trotz der philosophischen Bezugnahme in der Vergangenheit schafft es der Autor immer wieder den Bogen in die Gegenwart zu spannen. Für mich war dieses Buch große Inspirationsquelle für mein Studium, für diesen Blog und am aller wichtigsten für mein Leben. Ganz ohne Dogmatik stellt Wilhelm Schmidt die richtigen Fragen und liefert spannende Denkanstöße. Absolut lesenswert auch für Nicht-Philosophen.

… trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager |  Viktor E. Frankl*

Dieses berührende, ergreifende und auch schmerzhafte Buch enthält viele Erkenntnisse, die mir wichtig erscheinen. Darin beschreibt der Autor seine sehr persönlichen Erfahrungen in deutschen Konzentrationslagern und versucht diese aus psychologischer Sicht wiederzugeben. Das Buch enthält viele sehr verstörende Tatsachen, aber auch sehr viel Hilfreiches und Lehrreiches. Unter anderem hat es mich gelehrt oder in der Meinung bestärkt, dass sich den Lebenssinn jeder selbst geben muss und dass wir daraus Kraft schöpfen. Und wie ist es möglich auch in schwierigen Situationen Glück zu erleben? Wieviel Leid verträgt ein Mensch und wie lässt sich damit umgehen? Auch auf diese Fragen gab das Buch schlüssige Antworten. Ein Buch zum Nachdenken über das Leben und seine Werte. Auch wenn dieses Buch keine leichte Kost ist, so ist es dafür umso intensiver. Dieses Buch war sicher eines der prägendsten, dass ich in den letzten Jahren gelesen habe.

Search Inside Yourself: Das etwas andere Glücks-Coaching | Chade-Meng Tan*

Meditation ist in aller Munde. Für viele bietet die tägliche Meditation eine praktische Erleichterung im Alltag und für manche ist sie einfach nur esoterisch. Auch ich stand der Meditation etwas skeptisch gegenüber. Und für genau solche Skeptiker wie mich ist dieses Buch. Denn es ist geschrieben von einem ehemaligen Google Mitarbeiter und dieser wirft darauf einen ganz unesoterischen Blick. Auf witzige Art und Weise versteht es der Autor die positiven Aspekte hervorzuheben und den Leser dazu zu motivieren einfach mitzumachen. Seiner Meinung nach ist der größte Vorteil der Meditation die Steigerung der sozialen Intelligenz. Wir verstehen dadurch besser, mit unseren Gefühlen umzugehen und können so mehr auf andere Menschen eingehen. Auch ich habe damals mitgemacht und die vorgeschlagenen Meditationen ausprobiert. Und was soll ich sagen, schon nach ein paar Wochen kehrte immer mehr Ruhe in mein Hirnkastl ein. Auch wenn ich heute die klassische Meditation für eine Portion Nichtstun eingetauscht habe, so hat dieses Buch mich einen großen Schritt auf meinen Weg weiter gebracht.

Von der Lust zu leben | Epikur*

Epikur ist einer der missverstandensten griechischen Philosophen. Wurden seine Theorien doch gerne als hedonistisch beschrieben. Beim Lesen dieses Buches versteht man seine Theorien besser und kann sich seinen hilfreichen Zitaten für das schöne Leben hingeben. Im Gegensatz zu anderen Epikur Büchern ist dieses wunderbar sortiert und besteht fast ausschließlich aus Schriften von Epikur selbst. Sein oberstes Ziel war es, die Lust zu erreichen. Doch Lust definierte der Philosoph wie folgt: „Es ist der Zustand, in welchem ich die Ruhe genießen kann, eine natürliche Ruhe. Dass ich mit Freude am Reichtum der Natur teilhaben und ein bescheidenes Leben führen kann.“ Wer genau das möchte und sich mit Fragen und Gedanken wie z.B. die Philosophie als Lebenshilfe, der Weg zum Glück, die Lust und das glückliche Leben, die Angst vor dem Tod oder wie man mit den Menschen in der Gesellschaft lebt, beschäftigen möchte, ist bei diesem Buch genau richtig.

Tao te king: das Buch vom Sinn und Leben | Laotse*

Als Freund der Lebenskunst und der westlichen Philosophie habe ich mich lange nicht mit den Theorien der östlichen Philosophie beschäftigt. Bis ich eines Tages auf Laotse gestoßen bin und festgestellt habe, dass seine Theorien denen der Stoiker sehr ähnlich sind. Auch in diesem Buch lassen sich diese Gemeinsamkeiten feststellen. Im Großen und Ganzen geht es in beiden Philosophien um die Ganzheitlichkeit und die Weisheit. Beides führt dann zu Gelassenheit und einem unerschütterlichen Vertrauen in das Leben. Ein Zitat von Laotse hat es mir dabei besonders angetan, denn dieses passt so perfekt zu Lebenskunst:

Nichtstun ist besser, als mit viel Mühe nichts zu schaffen. Laotse

Wer in sich und die Natur Vertrauen möchte, der ist beim Leben im Tao bestens aufgehoben!

Werde Lebenskünstler! Für ein selbstbestimmtes, gelassenes und zufriedenes Leben. | Karl Allmer*

Ok, wirst Du denken, jetzt ist er völlig größenwahnsinnig geworden. Doch nein, ich möchte mich nicht auf eine Stufe mit großen Autoren wie Epikur, Hermann Hesse oder Viktor Frankl stellen. Dennoch setze ich mein Buch auf diese Liste, denn ich habe meinem Erstlingswerk viel zu verdanken. Denn am meisten lernt man, wenn man selber schreibt. Werde Lebenskünstler hat mir geholfen alle meine Gedanken zu sammeln und meine Erfahrungen und mein abwechslungsreiches Leben in eine Ordnung zu bringen. So kam viel Klarheit in mein Leben und ein weiterer Schritt auf meinem lebenslangen Weg der Lebenskunst war getan. Vielleicht möchtest auch Du mehr über die Lebenskunst und meinen Weg erfahren, dann schau doch einfach vorbei!

Und wie gefällt Dir mein kleines Bücher Potpourri? Oder kennst Du ein Buch, dass Du wärmstens empfehlen kannst? Dann schreib mir doch einen Kommentar!

 

Genieße den Weg der Lebenskunst

Liebe Grüße

Karl

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3 Comments 10 Bücher, die Dein Leben verändern (können)!

  1. Tom

    Hi Karl,

    tatsächlich mal erfrischend, nicht das typische Einerlei der „Selbsthilfeliteratur“ zu finden 🙂

    Da du die 4-Stunden-Woche hier auch aufgenommen hast möchte ich dir das Neueste Werk von Tim Ferris „Tool der Giganten“ empfehlen. Auch wieder ein sehr amerikanischer Titel^^ Aber eine Sammlung von größtem Wert für mich.

    Da meine Liste an Büchern, die ich lesen möchte sehr lang ist, habe ich für mich inzwischen Hörbücher eingeführt. Ich bin beruflich recht viel mit dem Auto unterwegs und höre konsequent alles von „Selbsthilfebüchern“ über Management-Literatur. Es kommt zwar nicht ganz ans tatsächliche bewusste Lesen ran, aber es summiert sich doch recht schnell, was man hier lernt. Voraussetzung ist wie immer das konsequente Tun.

    vg & nochmal Danke,
    Tom

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